Vorträge im Plenum am Vormittag:

Musikalische Bildungsarbeit in der Kita,
Hintergründe und Herausforderungen

Professor Dr. Michael Dartsch

Der Vortrag beleuchtet die Bedeutung und die Möglichkeiten früher musikalischer Bildung in Tageseinrichtungen.
Ausgehend von der Frage, was musikalische Bildung beinhaltet und ausmacht wird der Fokus darauf gelegt, wie sie in Kindertagesstätten angeregt und begleitet werden kann.
Chancen und Herausforderungen werden – auch im Hinblick auf Interprofessionalität und Sprachbildung – thematisiert und in ihren Konsequenzen bedacht.
 

Bewegung begeistert – Bewegung bildet!
Wie die Entwicklung von Kindern unterstützt und elementare Kompetenzen gefördert werden können

Professorin Dr. Renate Zimmer

Wer sich bewegt kommt voran – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne!
Bewegung schafft Kindern einen Zugang zur Welt, sie ist Antrieb für die Entwicklung und Motor des Lernens, aber auch Ausdruck kindlicher Lebensfreude und Vitalität.
Eine besondere Chance liegt in der Verbindung zwischen Singen, Bewegen und Sprechen.
In dem Vortrag werden die vielfältigen Möglichkeiten aufgezeigt, wie über Bewegung nicht nur die körperlich- motorische, sondern auch die sozial-emotionale, kognitive und ebenso die sprachliche Entwicklung der Kinder unterstützt werden kann
 

Vorträge und Workshops zur Auswahl am Nachmittag:

FV 1.0 Explorativ und eigensinnig - Musikalische Lernwege in der frühen Kindheit
Professorin Dr. Anne Steinbach

Im Vortrag werden die Besonderheiten musikalischen Lernens im Kindesalter dargelegt, mit pädagogischen Haltungen und Zielen in Beziehung gesetzt und mit Beispielen aus Forschung und Praxis illustriert.

WS 1.1 und 2.1 Bum Bum Clap
Dr. Richard Filz

"Sieben, Acht, Kissenschlacht" Zuerst sprechen und dann und dann die Rhythmen als Body Percussion-Klangfolgen ausführen: Bum Bum Clap ist ein ganzheitliches Konzept, das alle mitnimmt, die Kinder Schritt für Schritt an Musik und Rhythmus heranführt und gezielt die sprachlichen, motorischen und rhythmischen Fähigkeiten fördert. Die abwechslungsreichen Zutaten sind rhythmische Muntermacher, 10-Minuten-Rhythmus-Kleinigkeiten, lustige Kreisspiele, Action-songs sowie effektvolle Aufführungsstücke. Ein Muss für alle, die einfallsreiche Impulse für den SBS-Alltag suchen.

WS 1.2 und 2.2 Selbst- und Zeitmanagement – Achtsamkeit und Selbstempathie
Petra Keßler

Viele Lehrende stehen unter enormem (Zeit-)Druck und sehen sich hohen Anforderungen gegenüber, die die Arbeit mit ganz unterschiedlichen SBS-Gruppen mit sich bringt. Stress und Überlastung sind keine Seltenheit. Dieser Workshop bietet Ihnen Impulse zu verschiedenen Bereichen des ganzheitlichen Stressmanagements.

Wie kann ich achtsam und selbstempathisch mit mir umgehen? Wie kann ich im hektischen SBS-Alltag einen Ausgleich finden? Wie kann ich präventiv dazu beitragen, gesund zu bleiben und meine Arbeit wieder oder auch in Zukunft mit Freude auszuführen? Wie kann ich optimal mit stressigen Situationen umgehen?

Diese und weitere Fragen werden wir im Workshop erörtern. Sie erhalten praxistaugliche Ideen und Übungen, die Sie unmittelbar in Ihrem Alltag anwenden und umsetzen können.

 

WS 1.3 und 2.3 Wenn der erste Schnee fällt
Ulrike Meyerholz

Eine ausgewogene Zusammenstellung von Liedern, Bewegungsspielen und Tänzen für die Winter- und Weihnachtszeit werden für die musikalische Arbeit mit Gruppen in erlebnisreichen Unterrichtseinheiten vorgestellt. Neue Lieder, traditionelles Liedgut und Gedichte sollen die Vorbereitungen für das Laternenfest im November, die Adventszeit, Weihnachten und die lange Winterzeit erleichtern.

Es werden Musikstücke vorgestellt, die über aktives Musikhören weitere Impulse für das pädagogisch-künstlerische Arbeiten mit Gruppen in der Winter-und Weihnachtszeit setzen.

Die praxiserprobte Anregungen eignen sich für Kinder von 3- 6 Jahren im Kindergarten. Dabei liegt der Fokus auf Tanz und Einsatz von Klangbausteinen.

 

WS 1.4 und 2.4 SBS im Kita-Alltag
Sabine Hirler

Mit Spaß und Freude erleben die Kinder die SBS-Angebote in der Kita. Doch welche organisatorischen Rahmenbedingungen und didaktischen Voraussetzungen sind für einen gelingenden Praxistransfer in den Kita-Alltag günstig? Wie können Lieder, Spiele und rhythmische Reime ihre sprachfördernde Wirkung am besten für die Kinder entfalten?

Ein Impulsvortrag mit zahlreichen Praxisbeispielen ermöglicht Erzieherinnen und SBS-Fachkräften vielschichtige Reflexionsmöglichkeiten zu diesem Thema.

 

WS 1.5 und 2.5 Klangforscher und Bewegungskünstler 
Lustvolles Lernen mit Becher & Co

Prof. Renate Kühnel

Einfache Materialien laden uns ein, miteinander ins Spiel zu kommen. Sie bilden das Zentrum einer elementaren, kreativen Förderung (nicht nur) im Bereich Musik-Bewegung-Sprache.

Differenzierung des Klangsinns und der Motorik wie auch die Lust am Gestalten stehen hier im Mittelpunkt. Der methodische Ansatz der Rhythmikerin Mimi Scheiblauer gibt Inspiration und Struktur für erlebnisreiche und spannende Stunden für das Kindergartenalter.

So gehen wir auch im Workshop nach ihrem Motto „Vom Erleben zum Erkennen und Benennen“ vor. Wir erproben und entwickeln im eigenen Tun kleine Spielsequenzen mit Musik und Bewegung, um diese anschließend zu besprechen und zu reflektieren.

(Bewegungsfreundliche Kleidung und Schuhe erleichtern das gemeinsame Spiel.)

 

WS 1.6 und 2.6 Wahid, Zwei, Three, Tshor! –
Nonverbale und mehrsprachige rhythmisch-musikalische Spielimpulse 

Alexander Riedmüller

Dort wo Musik, Bewegung und Sprache miteinander verknüpft werden, entstehen Lernprozesse besonders nachhaltig. Die Rhythmik (Musik- und Bewegungspädagogik) verbindet diese drei Bereiche miteinander und bietet durch ihre Schwerpunktsetzung auf der Wahrnehmungsschulung, der Kreativitätsförderung und dem sozialen Lernen dabei einen ganzheitlichen pädagogischen Ansatz beim Spracherwerb.

In diesem Workshop wird anhand einiger konkreter Beispiele vorgestellt, wie die Arbeitsweise der Rhythmik im Kita-Alltag und in der Grundstufe zum Lernen und Verbessern der Deutschen Sprache verwendet werden kann. Außerdem werden Ideen vorgestellt, wie die Erstsprachen von Kindern in einem spielerischen Rahmen einbezogen werden können. So sollen die eigene, aber auch eine neue Sprache durch Experimentieren und Improvisation spielerisch entdeckt werden.

 

WS 1.7 und 2.7 Singen mit Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren
Professorin Friederike Stahmer

Mit Kindern in neue Klangwelten eintauchen, ihr musikalisches Hören zu entwickeln und die Stimme als individuelle Ausdrucksmöglichkeit zu entdecken: Musikalisches Lernen in und durch Bewegung geht bei Kindern Hand in Hand mit tonalen, rhythmisch-metrischen und stimmlichen Erfahrungen. Lieder begleiten den Alltag und lassen das Hören und das eigene Singen zur Selbstverständlichkeit werden. Im Workshop soll anhand von Praxisbeispielen zu Liedern, Methoden und kindgerechter Stimmbildung gezeigt werden, wie der Grundstein für die musikalische Entwicklung von Kindern in Kita, Vorschule und Kinderchor gelegt werden kann.

 

WS 1.8 und 2.8 Kinder entdecken die Sprache
Christiane Müller

Wie kommt ein Kind zur Sprache? Welche typischen Entwicklungsschritte lassen sich identifizieren? Erwerben alle Kinder Sprache gleich? Diesen Fragen soll im Workshop nachgegangen werden. Die Entwicklungsschritte im kindlichen Spracherwerb werden erarbeitet und in den Kontext der Gesamtentwicklung des Kindes gestellt. Dabei wird der Prozess des Spracherwerbs im Zusammenhang mit der motorischen und kognitiven Entwicklung sowie der Entwicklung des frühkindlichen Spieles gesetzt. Neben dem Spracherwerb einsprachiger Kinder soll auch auf den Entwicklungsverlauf bei mehrsprachigen Kindern eingegangen werden. Es werden Reime, Verse und Lieder mit den erarbeiteten Entwicklungsschritten in Bezug gesetzt und deren Einsatz als praktische Möglichkeit der Sprach- und Kommunikationsförderung für unterschiedliche Altersgruppen erprobt. Fragen und Anregungen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen sollen an dieser Stelle besondere Berücksichtigung finden.

Inhalte: • Meilensteine des Spracherwerbs bei ein- und mehrsprachigen Kindern • Analyse von Versen, Fingerspielen und Liedern anhand spezifischer, sprachlicher Merkmale • Einsatzmöglichkeiten zur sprachlichen Bildung und Förderung sowie praktische Erprobung

WS 1.9 Information folgt

FV 2.0 Sprachförderung durch Musik,
Zugangsweisen und Techniken

Professor Dr. Magnus Gaul

Musik und Bewegung sind Faktoren, die die gesunde Entwicklung unserer Kinder entscheidend beeinflussen. Werden motivierende Zugänge dieser Herkunft für die Sprachförderung eingesetzt, so wird es gelingen, die Kinder spielerisch an Situationen ihres Lebensraumes heranzuführen, Übungseffekte gezielt anzubringen und damit einen deutlichen Beitrag zur Integration aller Kinder zu leisten. Dies gilt für deutsche Kinder mit auffälligem Sprachverhalten oder auch Gruppen mit internationaler Zusammensetzung.